Wort zum Monat Februar 2026

"Wie in der ersten Gemeinde: Gemeinschaft leben und stärken"

Bibelstelle: Apostelgeschichte 2.42


Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet."

 

Dieses kurze Bild der ersten Gemeinde zeigt uns, was christliche Gemeinschaft im Kern bedeutet:

gemeinsam lernen, gemeinsam glauben, gemeinsam beten.

 

Gemeinschaft ist kein Zusatz, sondern Wesenskern unseres Glaubens. Sie trägt, sie korrigiert, sie ermutigt.

 

Der Hebräerbrief fordert uns auf:

 

Bibelstelle: Hebräer 10.24-25

 

„Lasst uns aufeinander achten! Wir wollen uns zu gegenseitiger Liebe ermutigen und einander anspornen, Gutes zu tun. Versäumt nicht die Zusammenkünfte eurer Gemeinde, wie es sich einige angewöhnt haben. Ermahnt euch gegenseitig dabeizubleiben. Ihr seht ja, dass der Tag nahe ist, an dem der Herr kommt.“ 

 

Gemeinschaft lebt von Aufmerksamkeit. Sie geschieht dort, wo wir einander sehen, wahrnehmen und stärken.

Wo wir uns nicht zurückziehen, sondern bewusst verbinden.

 

Gerade in einer Zeit, die Individualität gross schreibt, ist unsere geistliche Gemeinschaft ein kraftvolles Zeichen.

Wir gehören zusammen. Wir tragen Verantwortung füreinander.

Und wir dürfen erleben, wie Gott in unserer Mitte wirkt, wenn wir im Glauben verbunden bleiben.

 

Lasst uns in diesem Monat bewusst Gemeinschaft pflegen: im Gottesdienst, im Gespräch, im Gebet.

Möge Gott unsere Herzen verbinden, uns zur Liebe anspornen und unsere Gemeinschaft mit seinem Frieden erfüllen.

Wort zum Monat Januar 2026

"Staunen statt streiten – vom Geschenk des Zuhörens"

(aus dem Magazin ERF-Medien Januar 2026)

 

Wir reden viel – und hören doch immer weniger zu.

 

In einer Zeit, in der Meinungen laut vertreten und schnell verteidigt werden, geht etwas Kostbares verloren: das echte Zuhören.

Nicht das Warten auf die nächste eigene Antwort, sondern das aufmerksame Hinwenden zum Gegenüber.

Oft sind Gespräche eher nebeneinander gesprochene Monologe als wirkliche Begegnungen.

Zuhören ist mehr als eine Technik. Es ist eine innere Haltung. Wer wirklich zuhört, verlässt für einen Moment die eigene Bühne, legt die eigenen Gedanken beiseite und schenkt dem anderen Raum.

 

Die Bibel bringt es schlicht und zugleich herausfordernd auf den Punkt: 

 

Bibelstelle: Matthäus 11.15


Wer Ohren hat, der höre!"

 

Gemeint ist nicht nur das akustische Hören, sondern ein Hören mit dem Herzen – 

offen, aufmerksam und bereit, sich berühren zu lassen.

Aktives Zuhören fordert uns heraus. Es kostet Energie, Geduld und Demut.

Während Reden oft leichtfällt, verlangt Zuhören Konzentration und Selbstzurücknahme.

Vielleicht fällt es uns deshalb so schwer. Doch genau darin liegt seine Kraft. 

Wenn wir nicht zuhören, um zu kontern oder Recht zu behalten, sondern um zu verstehen, entsteht etwas Neues: 

Nähe, Vertrauen und echte Verbindung.

 

Zuhören wird so zur Grundlage von Beziehung – im persönlichen Miteinander, in der Gemeinde und auch im Glauben.

Denn wer nicht zuhört, kann den anderen kaum wirklich verstehen.

Und wer Gott Raum geben will, braucht ebenfalls stille, wache Ohren.

Manches Reden Gottes ist leise und geht im Lärm des Alltags schnell unter.

 

Vielleicht beginnt Veränderung ganz klein: indem wir im nächsten Gespräch nicht sofort reagieren,

nicht unterbrechen, sondern nachfragen. Indem wir Interesse zeigen statt vorschnell zu urteilen. 

Wo wir einander zuhören, statt das Fremde aus der Distanz zu bewerten, wächst Verständnis.

Und oft auch Staunen – über den anderen, über neue Sichtweisen und manchmal auch über uns selbst.

 

Möge Gott uns offene Ohren und ein weites Herz schenken – für die Menschen neben uns und für sein Reden in unserem Alltag. 

 

Damit aus Gesprächen wieder Begegnungen werden und aus Worten Brücken wachsen.

Wort zum Monat Dezember 2025

"Wachsam und bereit"

Bibelstelle: Markus 13.33


„Sehet zu, wachet! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist."


Der Advent lädt uns ein, neu aufmerksam zu werden.

Nicht im Sinn von Stress, Termindruck oder zusätzlicher Erwartung – sondern als innere Haltung:

Offen, hellhörig, bereit für das, was Gott in unserem Leben anstossen möchte.

 

Wachsamkeit in der Bibel bedeutet nicht, angespannt zu sein.

Sie meint ein waches Herz, das auf Gottes Spuren achtet, auch wenn sie klein erscheinen.

Gerade in dieser Zeit erleben viele von uns dichte Tage, gefüllt mit Verpflichtungen und Emotionen.

Umso wertvoller ist ein Moment, in dem wir uns fragen:

 

"Worauf richte ich meinen Blick? Was möchte Gott mir zeigen?"

 

Manchmal geschieht Begegnung mit Gott mitten im Gewohnten:

  • In einem guten Wort
  • einem Zeichen der Nähe
  • einem Gedanken, der Frieden bringt.

Adventliche Wachsamkeit bedeutet auch, sensibel für andere zu sein.

Vielleicht gibt es jemanden in unserem Umfeld, der ein offenes Ohr, ein ermutigendes Wort oder ein schlichtes Zeichen der Wertschätzung braucht. Kleine Gesten können Türen öffnen – und Gottes Liebe sichtbar machen.

 

So wird Advent zu einer Zeit, in der wir innerlich Raum schaffen:

Raum für Hoffnung, Raum für Vertrauen, Raum für Christus.

Nicht perfekt, aber ehrlich und bereit.

 

Gebet:

 

"Herr, öffne unsere Augen und Herzen. Lass uns wahrnehmen, wo du wirkst, und schenke uns die Bereitschaft, deinen Impulsen zu folgen. Schenke Frieden in unseren Gedanken und Freude in unseren Begegnungen. Amen."

Wort zum Monat November 2025

"Glaube verbindet"

Glauben ist mehr als eine persönliche Überzeugung – er schafft Verbindung.

Wenn wir gemeinsam beten, singen oder einfach füreinander da sind, entsteht etwas, das grösser ist als wir selbst.

Gemeinschaft im Glauben schenkt Halt, besonders dann, wenn das Leben herausfordert oder einsam macht.

 

Bibelstelle: Apostelgeschichte 2.46-47


Und sie waren täglich einmütig beieinander...und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk."


Diese Worte zeigen: Glauben wächst in der Begegnung.

Dort, wo Menschen einander achten, zuhören und sich gegenseitig stärken, wird Gottes Liebe sichtbar.

 

Gemeinschaft ist ein Geschenk – aber auch eine Aufgabe. Sie braucht Offenheit, Geduld und Vergebung.

Jeder von uns trägt dazu bei, dass sie lebendig bleibt: durch ein gutes Wort, eine helfende Hand, ein ehrliches Gespräch.

 

Wenn wir uns im Glauben verbinden, entsteht ein Netz aus Vertrauen, das trägt – selbst über Grenzen hinweg.

Denn wo Menschen im Geist Christi verbunden sind, wird erfahrbar, dass Gott mitten unter uns ist.

 

Möge Gott uns helfen, Gemeinschaft zu leben – echt, herzlich und mit offenen Herzen.

Wort zum Monat Oktober 2025

"Die Kraft der Stille"

In einer Welt voller Geräusche, Termine und Ablenkungen wird Stille schnell zu einem kostbaren Gut.

Doch sie ist nicht einfach Leere – sie ist Raum für Begegnung: mit uns selbst, mit Gott, mit dem Wesentlichen.

 

Die Bibel erinnert uns daran, wie wertvoll diese Stille sein kann.

 

Bibelstelle: Psalm 46.11


Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!"


Ein Aufruf, der nicht zur Untätigkeit führt, sondern zur inneren Sammlung.

In der Stille offenbart sich oft das, was im Lärm untergeht – Vertrauen, Trost, neue Perspektiven.

 

Stille kann ganz praktisch beginnen:

  • ein paar Minuten ohne Handy
  • ein Spaziergang in der Natur
  • ein Moment bewussten Atmens

Wer sich diesen Raum schenkt, entdeckt oft eine neue Tiefe – und eine Nähe zu Gott, die Worte nicht braucht.

 

Lasst uns im Oktober bewusst stille Momente suchen – nicht als Rückzug, sondern als Quelle.

Gerade mitten im Alltag kann uns diese Haltung helfen, gelassener, achtsamer und liebevoller zu handeln.

 

Gott spricht auch heute – aber oft in der Stille.
Hören wir hin.

Wort zum Monat September 2025

"Vertrauen ist stärker als Zweifel"

Vertrauen fällt uns oft am schwersten, wenn es am meisten gebraucht wird – nämlich in Momenten der Unsicherheit.

Wenn der Weg unklar ist, Entscheidungen schwerfallen oder Sorgen überhandnehmen, fragt sich mancher: 

 

Wo ist Gott jetzt?

 

Die Bibel ermutigt uns gerade dann, den Blick zu heben.

 

Bibelstelle: Jesaja 12,2


„Siehe, Gott ist mein Heil; ich bin sicher und fürchte mich nicht.“


Dieses „sicher“ bedeutet nicht, dass alles sofort gut wird – sondern dass wir in Gott einen festen Anker haben,
der trägt, auch wenn um uns herum vieles ins Wanken gerät.

Vertrauen zeigt sich nicht in grossen Worten, sondern oft in kleinen Schritten:

  • Wenn wir trotz Zweifel beten.
  • Wenn wir einem Menschen zuhören, obwohl wir selbst belastet sind.
  • Wenn wir Entscheidungen treffen, im Bewusstsein, dass Gott mit uns geht – auch wenn wir nicht alles überblicken.

Gott verspricht nicht einen Weg ohne Unsicherheit, aber seine Gegenwart in der Unsicherheit.
Und das verändert alles!

Ich wünsche dir für diesen Monat Momente des Vertrauens, auch wenn nicht alles klar ist.

Möge Gottes Friede dich begleiten und dir Mut schenken.

Wort zum Monat August 2025

"Mitten im Alltag: Frieden finden"

Bibelstelle: Johannes 14,27

 

„Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.
Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“

 

Was für ein kraftvolles Wort! Jesu Frieden ist kein oberflächliches Stillhalten oder ein kurzer Moment der Ruhe – es ist ein innerer Friede, der unabhängig ist von Lärm, Terminen oder Konflikten.

 

Ein Friede, der bleibt, wenn wir ihn zulassen. Im Alltag ist es nicht leicht, diesen Frieden zu bewahren.
Die E-Mails warten, die Kinder fordern Aufmerksamkeit, das Handy piept, und der Verkehr nervt…

 

Doch gerade inmitten dieser Dinge können wir innehalten. Ein kurzes Gebet zwischen zwei Aufgaben, ein bewusster Atemzug, ein stiller Gedanke an Gott – das kann ein Anker sein.

 

Auch im Miteinander: Statt auf den nächsten Streitpunkt einzugehen, können wir lernen, Frieden zu stiften – mit einem freundlichen Wort, mit Nachsicht, mit Zuhören.

 

Jesu Friede wirkt durch uns weiter. Friede im Alltag ist kein Zustand, sondern eine Haltung. 

Sie beginnt mit einem offenen Herzen und der Entscheidung, sich von Christus leiten zu lassen – auch wenn es hektisch wird.

 

Segensspruch:

 

"Der Friede Christi sei mit deinem Herzen, mit deinen Gedanken und mit deinem Tag!"


 

Wort zum Monat Juli 2025

"Gnade statt Perfektion"

In einer Welt, die Leistung betont, ist der Druck perfekt zu sein allgegenwärtig.
Doch unser Glaube erinnert uns daran: Nicht unsere Perfektion bringt uns Gott nahe, sondern seine Gnade.

 

Bibelstelle: 2. Korinther 12,9

 

«Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.»

 

Gott erwartet nicht, dass wir fehlerfrei sind. Er kennt unsere Schwächen und liebt uns trotzdem. Seine Gnade trägt uns gerade dann, wenn wir unsere Grenzen spüren. Statt sich von eigenen Fehlern entmutigen zu lassen, dürfen wir darauf vertrauen:


Gottes Kraft wirkt gerade in unserer Unvollkommenheit.

 

Ein Beispiel:
Wer sich ständig mit anderen vergleicht, gerät schnell unter Druck. Doch wenn wir unsere Einzigartigkeit als Geschenk sehen und annehmen, dass Gottes Gnade für uns ausreicht, entsteht innerer Frieden.

 

Perfektion ist nicht das Ziel unseres Glaubens.


Es geht um Vertrauen, um Hingabe und darum, sich immer wieder neu von Gottes Liebe berühren zu lassen.

Gottes Gnade macht frei von dem Zwang, perfekt sein zu müssen. In ihr finden wir Halt, Trost und wahre Stärke.

Wort zum Monat Juni 2025

"Zeit für das Wesentliche"

Unser Alltag ist oft gefüllt mit Terminen, Aufgaben und Verpflichtungen.

Schnell verlieren wir dabei den Blick für das, was wirklich zählt.

 

Auch Maria und Marta erleben diese Spannung zwischen Aktivsein und Innehalten. Jesus sagt zu Marta:

 

Bibelstelle: Lukas 10,41-42

 

«Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist nötig. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.»

 

Maria wendet sich Jesus zu und hört ihm zu. Sie schenkt ihm ihre Zeit und Aufmerksamkeit.
Diese Szene lädt uns ein, unsere Prioritäten zu überdenken. 

 

Was ist für mich wirklich wichtig? Wofür nehme ich mir Zeit?

 

Ein kurzer Moment der Stille am Morgen, ein Gebet zwischendurch, ein Gespräch mit einem lieben Menschen oder ein Blick in die Bibel – all das kann uns helfen, das Wesentliche wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Es geht nicht darum, alles zu schaffen, sondern darum, Raum für Gott und unsere Seele zu schaffen.

 

Gebet: 

 

"Herr, hilf mir, in der Hektik des Alltags das Wichtige nicht zu übersehen. Lehre mich, still zu werden und auf dich zu hören. Zeige mir, was wirklich zählt, und stärke mich, meine Zeit bewusst zu leben. Amen.»

 

Wer sich Zeit für das Wesentliche nimmt, gewinnt innere Ruhe, Klarheit und neue Kraft.

Wort zum Monat Mai 2025

"Dankbarkeit als Lebenshaltung - Den Segen erkennen"

Bibelstelle: 1. Thessalonicher 5,18

 

„Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ 

 

Dankbarkeit ist mehr als ein spontanes Gefühl – sie ist eine bewusste Haltung, die unser Denken und Handeln prägt.

In einer Zeit, die oft von Sorgen, Leistungsdruck oder ständiger Vergleichbarkeit geprägt ist, hilft uns Dankbarkeit, den Blick auf das Wesentliche zu lenken: auf das, was wir haben – nicht auf das, was fehlt.

 

Diese Haltung beginnt im Kleinen: ein freundliches Wort, ein Dach über dem Kopf, ein neuer Tag.

Wer dankbar lebt, sieht nicht nur das Offensichtliche, sondern erkennt auch im Alltag den verborgenen Segen – selbst in schwierigen Momenten

 

Ein Beispiel:
Statt uns über Stau zu ärgern, können wir die gewonnene Zeit nutzen, um innezuhalten oder zu beten.
Oder wenn der Alltag anstrengend ist, dürfen wir Gott für die Kraft danken, die wir trotzdem haben.

 

Dankbarkeit verändert die Perspektive. Sie schafft Frieden im Herzen, fördert Achtsamkeit und stärkt den Glauben.
Denn wer dankt, erkennt: Gott ist da – in jedem Moment, nicht nur in den guten.

 

Sprichwort:

 

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ (Francis Bacon)

Wort zum Monat April 2025

"Gottes Segen im Kleinen"

Manchmal scheinen unsere Fortschritte zu klein, um bedeutsam zu sein.
Wir erwarten grosse Veränderungen, schnelle Lösungen oder sichtbare Erfolge.


Doch Gottes Weg ist oft anders.

 

Bibelstelle: Sacharja 4,10

 

"Denn wer ist, der den Tag geringer Dinge verachtet?»

 

Gott sieht nicht auf die Größe unserer Schritte, sondern auf unser Vertrauen.
Ein freundliches Wort, eine kleine Hilfeleistung oder ein Moment der Stille im Gebet – all das hat Bedeutung.
Denn oft sind es die kleinen Dinge, die langfristig Grosses bewirken.

 

Ein Beispiel:
Wer einen Baum pflanzt, sieht nicht sofort die Früchte.
Doch mit Zeit, Geduld und Pflege wächst er zu einem starken Baum heran.

 

Genauso verhält es sich mit unserem Glauben und unseren Taten.
Jedes noch so kleine Zeichen der Liebe oder des Vertrauens trägt zur Veränderung bei.

 

Lasst uns ermutigt sein, auch in kleinen Dingen treu zu bleiben.
Schritt für Schritt wachsen wir im Glauben und in der Nachfolge Christi.

Möge uns Gott dabei Kraft und Geduld schenken.
 

Gottes Segen liegt auch im Kleinen – Schritt für Schritt im Vertrauen vorwärts!

 

Gebet:

 

"Herr, hilf mir, die kleinen Schritte nicht zu unterschätzen. Gib mir Vertrauen, dass du in allem wirkst – auch wenn ich es nicht sofort sehe. Segne meine Wege und lass sie dir zur Ehre dienen. Amen."

Wort zum Monat März 2025

"Vergebung macht frei"

Vergebung ist eine der größten Herausforderungen, aber auch eine der größten Befreiungen im Leben.
Oft halten wir an Enttäuschungen, Verletzungen oder alten Konflikten fest, weil uns die Kraft oder der Mut fehlt, loszulassen. Doch die Bibel lehrt uns einen anderen Weg.

 

Bibelstelle: Kolosser 3,13

 

"Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!"

 

Gott schenkt uns immer wieder Vergebung, obwohl wir Fehler machen.
Diese Gnade dürfen wir nicht nur empfangen, sondern auch weitergeben.
Wer vergibt, lässt nicht nur dem anderen Gnade widerfahren, sondern befreit auch sein eigenes Herz.
Groll und Bitterkeit belasten uns, während Vergebung Heilung bringt.

 

Denken wir an ein Beispiel aus dem Alltag: 
Jemand sagt etwas Verletzendes über uns. Die erste Reaktion ist oft Ärger oder Rückzug.
Doch anstatt lange nachtragend zu sein, können wir bewusst vergeben – nicht, weil der andere es unbedingt verdient hat, sondern weil wir selbst Frieden finden wollen.

 

Natürlich braucht Vergebung manchmal Zeit.
Sie ist ein Prozess, der mit einer bewussten Entscheidung beginnt.
 

Beten wir zu Gott, dass er uns hilft, loszulassen und unser Herz für seinen Frieden zu öffnen.

 

Gebet:

 

"Herr, schenke mir die Kraft, zu vergeben, so wie du mir vergibst. Hilf mir, frei von Bitterkeit zu leben und dein Licht in mein Herz zu lassen. Amen."

 

Vergebung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von innerer Stärke.
Wer vergibt, lebt leichter und in echter Freiheit.

Wort zum Monat Februar 2025

"Nicht müde werden - Gottes Zeit ist die beste Zeit"

In unserem Glaubensleben erleben wir Zeiten der Freude, aber auch Momente, in denen wir müde werden.

Der Apostel Paulus ermutigt uns in der Bibel dazu.

 

Bibelstelle: Galater 6,9

 

„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“

 

Manchmal haben wir das Gefühl, dass unser Einsatz wenig bewirkt oder dass unsere Gebete unerhört bleiben.

Doch Gottes Zeit ist nicht unsere Zeit.
Seine Verheissungen erfüllen sich – oft anders und später, als wir es erwarten, aber immer zur rechten Zeit.

  • Dranbleiben im Glauben
    Auch wenn wir nicht sofort Ergebnisse sehen, lohnt es sich, Gott zu vertrauen.
  • Dranbleiben im Dienen:
    Unsere Liebe und Hilfe für andere werden Früchte tragen, auch wenn sie verborgen bleiben.
  • Dranbleiben in der Hoffnung
    Gott sieht jedes Gebet, jede Mühe und jede Träne – und er wird segnen.

Lasst uns einander ermutigen und auf dem Weg des Glaubens unterstützen.
Gott wird uns zur rechten Zeit seine Gnade schenken!

 

Ich wünsche euch einen gesegneten Monat voller Kraft, Geduld und Zuversicht. 

Wort zum Monat Januar 2025

"Es ist Zeit Gutes zu tun"

Der Stammapostel der Neuapostolischen Kirche hat im Neujahrs-Gottesdienst das Jahresmotto 2025 nahe gebracht. Im Brief an die Galater ermutigt uns der Apostel Paulus aktiv zu sein:

 

Bibelstelle: Galater 6,9-10

 

„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“

 

Diese Worte sind ein mächtiger Aufruf an uns alle.
Sie erinnern uns daran, dass unser Glaube lebendig sein muss und sich in unseren Taten zeigt. 

Das Gute zu tun, ist nicht immer leicht. Manchmal fehlt uns die Kraft oder wir fragen uns, ob unsere Bemühungen überhaupt etwas bewirken. 
 

Doch Paulus gibt uns einen Blick auf das Ziel: Wir werden „ernten“, wenn wir nicht aufgeben. Die Früchte unserer Taten sind nicht nur sichtbare Veränderungen im Leben anderer, sondern auch der Fortschritt in unserem eigenen Glaubensleben – hin zur Erlangung des Seelenheils.

 

Das „Gute tun“ beginnt im Kleinen: ein liebevolles Wort, ein aufmerksames Zuhören, eine helfende Hand. 

Es bedeutet, den Willen Gottes in unserem Alltag umzusetzen und in der Liebe Christi zu handeln.


Diese Liebe macht uns stark, auch dann, wenn wir uns müde oder enttäuscht fühlen.
Besonders untereinander, als christliche Glaubensgeschwister, sind wir dazu gerufen, einander zu tragen und zu ermutigen. Dabei dürfen wir nie vergessen, dass wir aus der Kraft Gottes leben.


Es ist sein Geist, der uns befähigt, Gutes zu tun, und der uns durch schwierige Zeiten trägt. 

Jeder Schritt, den wir in seinem Willen tun, bringt uns näher zu ihm.
Unser Bestreben, Gutes zu tun, ist daher nicht nur ein Segen für andere, sondern ein Weg, auf dem wir unser eigenes Seelenheil vertiefen.

 

Lasst uns in diesem Monat gemeinsam daran arbeiten, nicht müde zu werden.
Jeder von uns kann ein Licht sein – in der Familie, in der Gemeinde, in der Gesellschaft. 

Wir haben die Zeit, die Gott uns schenkt, um Gutes zu tun.


Lasst uns diese Zeit weise nutzen, im Wissen, dass Gott unsere Mühe sieht und uns einst mit ewiger Freude belohnen wird.

Wort zum Monat Dezember 2024

"Gemeinschaft"

Der Monat Dezember steht unter dem Thema „Gemeinschaft“ – ein zentraler Aspekt unseres Glaubenslebens.
Gemeinschaft ist mehr als ein blosses Zusammensein.
Sie ist ein Ort, an dem wir einander stärken, ermutigen und gemeinsam in der Nachfolge Jesu wachsen.

 

In der Bibel lesen wir von der ersten Gemeinde.

 

Bibelstelle: Apostelgeschichte 2,42

 

„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“

 

Dieses Bild zeigt uns, wie eng das geistliche Leben und die Gemeinschaft miteinander verbunden sind.
Die ersten Christen teilten ihr Leben, unterstützten sich gegenseitig und fanden gemeinsam Kraft im Gebet, in der Lehre und in der Begegnung mit Gott.
Ihre Beständigkeit in diesen Dingen ist auch für uns ein Vorbild: Gemeinschaft wächst, wenn wir bewusst Zeit miteinander verbringen und Gott in unsere Mitte einladen.

 

Auch der Brief an die Hebräer betont die Bedeutung der Gemeinschaft.

 

Bibelstelle: Hebräer 10,24-25

 

„Lasst uns aufeinander achthaben und uns anspornen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“

 

Dieser Text erinnert uns daran, dass wir füreinander Verantwortung tragen. Gemeinschaft bedeutet, einander zu ermutigen, uns gegenseitig zu stärken und zu inspirieren, in Liebe und guten Werken aktiv zu werden.

 

Gerade in einer Zeit, in der Isolation und Vereinzelung oft zum Alltag gehören, lädt uns Gott ein, die Gemeinschaft neu zu schätzen. Wir sind nicht allein unterwegs, sondern als Glieder eines Leibes miteinander verbunden.


Unsere Gemeinschaft ist ein Geschenk Gottes, das uns trägt, wenn wir schwach sind, und das uns Freude schenkt, wenn wir zusammenkommen.

 

Lasst uns in diesem Monat bewusst Gemeinschaft suchen:
bei unseren Treffen, im Gebet füreinander oder in kleinen Begegnungen des Alltags.

Vielleicht gibt es jemanden, der gerade Ermutigung in dieser Adventszeit braucht oder den du zu einem Gespräch einladen kannst.

 

Gemeinsam wollen wir ein Licht sein, das die Liebe und Nähe Gottes widerspiegelt – wie die erste Gemeinde es tat.

 

Ich freue mich, diesen Weg mit euch zu gehen und gemeinsam im Glauben zu wachsen.

Wort zum Monat November 2024

"Hoffnung"

Der Monat November steht unter dem Thema „Hoffnung“. In der Bibel spricht Paulus die folgenden Worte.

 

Bibelstelle: Römerbrief 15.13

 

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, damit ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“

 

Dieser Vers erinnert uns daran, dass Gott selbst die Quelle unserer Hoffnung ist.
Er schenkt uns nicht nur die Kraft, durch schwierige Zeiten zu kommen, sondern erfüllt uns mit Freude und Frieden – zwei Eigenschaften, die in unserer heutigen, oft rastlosen Welt so wertvoll sind.

 

Hoffnung ist mehr als ein Wunsch; sie ist das feste Vertrauen, dass Gott mit uns ist und uns einen Weg bereitet, auch wenn wir ihn gerade nicht sehen.

 

Unsere Hoffnung ruht nicht in unseren eigenen Fähigkeiten oder in äusseren Umständen, sondern in dem Glauben, dass Gottes Verheissungen Bestand haben. 

 

Der Heilige Geist, den Gott uns gibt, lässt diese Hoffnung in uns wachsen und trägt uns, wenn wir schwach sind oder unsicher.

 

Ich möchte euch in diesem Monat ermutigen, bewusst auf diese Quelle der Hoffnung zu schauen.
Lasst uns zusammen beten, dass Gott uns mit seiner Freude und seinem Frieden erfüllt und unsere Herzen stärkt.

 

Möge diese Hoffnung auch anderen Menschen Licht bringen, die gerade Trost und Ermutigung suchen.

Wort zum Monat Oktober 2024

"Die Bedeutung des Sonntags"

Der Sonntag ist mehr als nur ein Tag der Ruhe – er ist ein Geschenk Gottes an uns. 

 

Es ist der Tag, an dem wir innehalten, um uns neu auf das Wesentliche zu besinnen: unsere Beziehung zu Gott. 
Im hektischen Alltag fällt es oft schwer, Raum für Stille, Gebet und Gemeinschaft mit Gott zu finden. Der Sonntag erinnert uns daran, dass wir nicht nur für unsere Arbeit und Verpflichtungen leben, sondern für den Herrn.

 

In der Bibel lesen wir, dass Gott nach sechs Tagen der Schöpfung ruhte und den siebten Tag segnete.

 

Bibelstelle: 1. Mose 2,2-3

 

"Und so vollendete Gott am siebenten Tag seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte."

 

Dieser Tag der Ruhe ist nicht nur ein Ausruhen vom körperlichen Arbeiten, sondern ein Einladen, bewusst Zeit mit unserem Schöpfer zu verbringen. Durch den Gottesdienst feiern wir die Auferstehung Christi, die uns Hoffnung und Erlösung schenkt. 

 

Der Sonntag ist auch ein Tag der Gemeinschaft – mit unseren Geschwistern im Glauben, aber auch in der Familie.
Nutzen wir diesen Tag, um nicht nur unsere Körper, sondern auch unsere Seelen zu erneuern. Lassen wir uns neu von Gottes Wort erfrischen, um mit gestärktem Herzen in die neue Woche zu gehen. 

 

Der Sonntag ist nicht nur der „letzte“ Tag der Woche, sondern der erste Schritt in eine Woche voller Segen – wenn wir ihn bewusst im Herrn beginnen.

Wort zum Monat September 2024

"Christ sein"

Was macht wahres Christsein aus?

(aus dem Magazin «Forum» der katholischen Kirche)

 

Jedes von uns Glaubensgeschwister hat ein anderes Bild davon, was einen „wahren“ Christen oder eine „wahre“ Christin ausmacht. Jede Tradition begründet anders, warum sie den Glauben so und nicht anders versteht und weitergibt. Diese Unterschiede empfinde ich insgesamt als Reichtum. Lassen wir uns jeweils gerne erzählen, woran mein Gegenüber sein oder ihr eigenes Christsein festmacht.

 

Für viele ist die Taufe als Kind grundlegend für ihr Christsein. Sie haben es positiv erlebt, wie sie in ihren Glauben „hineinwachsen“ durften. 
Andere betonen die Wichtigkeit eines prägenden Augenblicks in ihrem Leben, in dem sie ganz tief erfahren haben, wie Gott sie annimmt und erfüllt. Die Erinnerung an dieses Ereignis gibt ihnen Halt und Gewissheit. 
Für andere wiederum sind es die Taten, die zählen. Wie jemand sein Leben führt und wofür jemand sich einsetzt, das mache wahres Christsein aus.

 

Viele erwähnen die Wichtigkeit des regelmässigen Gebets, um die Beziehung zu pflegen. Manche tun dies auch, indem sie regelmässig die Bibel zu sich sprechen lassen. Und nochmals für andere gilt auch der regelmässige Besuch des Gottesdienstes zum Christsein dazu.

 

Was verstehst du unter Christsein? Wie definierst du deinen Glauben?

 

Glaube soll lebendig sein und bleibt in Bewegung. Wenn uns unsere Gesprächspartner davon erzählen, wo ihr Glaube besonders lebendig ist, dann lassen wir uns gerne davon inspirieren, bevor wir es uns allzu bequem machen in unseren gewohnten Bahnen.

 

Kritisch wird es, wenn bei solchen Gesprächen dann gewisse Aspekte verabsolutiert werden. Wenn Kriterien konstruiert werden, mit denen sich eine christliche Gemeinschaft über andere erheben will. Geschichte und Gegenwart kennen genug blutige Beispiele dafür, wie „wahre“ Christen gegen „falsche“ mit Gewalt vorgehen. Gott sei Dank erlebe ich, dass die meisten meiner Gespräche von Freude, Interesse und einer wohltuenden Prise Humor getragen sind.

 

Sprechen wir über unseren Glauben und über das Christsein. Es wird unser Leben bereichern.

Wort zum Monat August 2024

"Zeit"

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Schon wieder ist das halbe Jahr um, hat es doch erst begonnen.
Die Zeit rennt uns davon und wir haben oft zu wenig Zeit.

 

Zeitarmut - das Gefühl nicht genug Zeit zu haben.
Dieses Gefühl haben weltweit viele Menschen.

 

Geht dir das auch so? 

 

Sparst du auch Zeit ein, indem du weniger schläfst, weniger Sport machst, Fast-Food isst und Videos und Podcasts im Schnelldurchgang ansiehst und anhörst?

 

Ein solcher Lebenswandel ist ungesund. 
Und trotzdem machen das viele Menschen und kommen nicht daraus heraus. Ein Teufelskreis.

Wie viel freie Zeit brauchen wir, um glücklich zu sein? Und wie verbringen wir unsere «freie» Zeit?

 

Bibelstelle: Epheser 5.15-16

 

«So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse.» 

 

Wir wissen heute, dass wir gefühlt mehr Zeit haben, wenn wir anderen Menschen helfen.
Denn Helfen vermittelt uns das Gefühl, etwas bewirken zu können. Investieren wir in die Nächstenliebe!

 

Auch wenn wir uns Zeit für unseren Glauben nehmen (geben), bewirken wir etwas.
Kaufen wir die Zeit aus, um in den Gottesdienst zu geben, um zu beten und über unseren Glauben zu sprechen.
Es wird uns das Gefühl geben, etwas Sinnvolles zu tun. Für uns und für andere. Und damit gut verbrachte Zeit!

 

Der liebe Gott wird seinen Segen auf jede Minute legen, die wir für ihn aufwenden.
Beten wir darum, dass wir unser Leben weise führen und unsere Zeit sinnvoll auskaufen.

 

Ich wünsche uns allen viel Zeit und auch einmal etwas Langeweile.


 

Wort zum Monat Juli 2024

"Verletzlichkeit"

«Verletzlichkeit bedeutet Wahrheit und Mut. Wahrheit und Mut sind nicht immer angenehm, doch niemals als Schwäche anzusehen.»

(Brene Brown)

 

Es gehört eine grosse Portion Mut dazu, sich verletzlich zu zeigen. Verletzlichkeit ist aber die Grundlage für eine offen und ehrliche Kommunikation mit unseren Mit-Menschen.
Es ist wichtig, sich anderen gegenüber offen und ehrlich zu zeigen, aus mehreren Gründen:

 

Vertrauen und Beziehungen aufbauen

Offenheit und Ehrlichkeit schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und ermöglichen es anderen, uns besser kennenzulernen. Wenn wir uns authentisch zeigen, können wir engere Beziehungen aufbauen und ein tieferes Verständnis füreinander entwickeln.

 

Konfliktlösung

Offenheit und Ehrlichkeit ermöglichen es uns, Konflikte konstruktiv anzugehen. Indem wir unsere Bedürfnisse, Sorgen und Gefühle offen kommunizieren, können Missverständnisse vermieden und Probleme effektiv gelöst werden.

 

Selbstakzeptanz und Selbstentwicklung

Wenn wir uns anderen gegenüber offen und ehrlich zeigen, können wir auch uns selbst gegenüber authentischer sein. Es erlaubt uns, unsere eigenen Stärken und Schwächen anzuerkennen und an ihnen zu arbeiten, was zu persönlichem Wachstum und Selbstakzeptanz führt.

 

Unterstützung und Empathie erhalten

Indem wir uns verletzlich zeigen, ermutigen wir auch andere, sich uns gegenüber offen zu zeigen. Das schafft eine Atmosphäre der gegenseitigen Unterstützung und Empathie, in der wir uns gegenseitig helfen können, Herausforderungen zu bewältigen und uns gegenseitig zu stärken.

 

Authentizität

Offenheit und Ehrlichkeit ermöglichen es uns, authentisch zu sein und unsere wahre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Indem wir uns nicht verstecken oder vorgeben, jemand anderes zu sein, können wir ein erfülltes und authentisches Leben führen.

 

Insgesamt trägt die Offenheit und Ehrlichkeit dazu bei, unsere Beziehungen zu stärken, Konflikte zu lösen, persönliches Wachstum zu fördern und eine authentische Lebensweise zu führen. Es erfordert Mut und Verletzlichkeit, sich anderen gegenüber zu öffnen, aber die Belohnungen sind vielfältig.

 

Bibelstelle: Ephemer 4.25

 

«Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.» 

 

Diese Bibelstelle ermutigt uns, die Lüge abzulegen und stattdessen die Wahrheit zu sprechen. Sie betont die Bedeutung der Ehrlichkeit in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen und weist darauf hin, dass wir als Christen Teil des Leibes Christi sind und daher in Liebe und Wahrheit miteinander umgehen sollten.

 

Durch Offenheit und Ehrlichkeit können wir einander unterstützen, aufbauen und Vertrauen schaffen.

Wort zum Monat Juni 2024

"Güte"

Güte (eine Definition):

Güte ist ein Begriff, der eine positive Eigenschaft oder Tugend beschreibt. Es bezeichnet die Fähigkeit, freundlich, mitfühlend und rücksichtsvoll zu sein.
Güte beinhaltet auch die Bereitschaft, anderen zu helfen und Gutes zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Es ist eine wichtige Eigenschaft, die dazu beiträgt, Beziehungen zu stärken und eine positive und harmonische Gesellschaft aufzubauen.

Güte kann in verschiedenen Formen und Handlungen zum Ausdruck kommen, wie z.B. Höflichkeit, Grosszügigkeit, Verständnis und Respekt.

 

Bibelstelle: Epheser 4,32

 

«Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christus.» 

 

Der Vers Epheser 4,32 ist Teil eines längeren Abschnitts in Paulus' Brief an die Epheser, in dem er über das christliche Leben spricht und wie wir als Gläubige in unserer Beziehung zu Gott und zueinander leben sollten.

Es geht dabei um die Einheit und das Wachstum der Gemeinde. Paulus ermutigt die Gläubigen, in Demut, Sanftmut und Geduld miteinander zu leben, und betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts in der Gemeinschaft.

Er spricht auch über die verschiedenen Gaben und Dienste innerhalb der Gemeinde und wie sie dazu dienen, den Körper Christi aufzubauen.

 

Paulus betont auch die Bedeutung von Freundlichkeit und Vergebung. Indem wir freundlich und herzlich miteinander umgehen, zeigen wir die Liebe Christi und tragen zur Harmonie und Einheit in der Gemeinschaft bei.

Vergebung ist ebenfalls von grosser Bedeutung, da sie uns ermöglicht, Konflikte zu lösen und Beziehungen wiederherzustellen. Paulus erinnert uns daran, dass Gott uns in Christus bereits vollständig vergeben hat und ermutigt uns, anderen in derselben Weise zu vergeben.

 

Dieser Vers fordert uns heraus, unsere eigenen Bedürfnisse und Verletzungen beiseite zu legen und stattdessen auf die Bedürfnisse anderer einzugehen. Indem wir einander Freundlichkeit und Vergebung schenken, können wir ein Zeugnis für die Gnade Gottes sein und zur Heilung und Versöhnung beitragen.

 

Die Güte, die hier erwähnt wird, ist also nicht nur die Güte Gottes, sondern auch die Güte, die wir anderen Menschen gegenüber zeigen sollen.

 

Indem wir freundlich sind und einander vergeben, können wir zur Einheit und zur Stärkung der Gemeinschaft beitragen.

Wort zum Monat Mai 2024

"Gnade und Barmherzigkeit"

"Gnade und Barmherzigkeit" sind keine Begriffe mehr, welche oft verwendet werden.

Was bedeuten sie eigentlich und was ist der Unterschied zwischen den beiden?

"Gnade und Barmherzigkeit" werden oft im religiösen und ethischen Kontext verwendet, um die liebevolle und barmherzige Handlung gegenüber anderen auszudrücken. 
Obwohl sie oft synonym verwendet werden, gibt es Unterschiede zwischen den beiden.

 

Gnade
Gnade bezieht sich auf die unverdiente Gunst oder das Wohlwollen, das einer Person gewährt wird. Es bedeutet, dass jemand eine positive Handlung oder einen Vorteil erhält, obwohl er es nicht verdient hat. Gnade wird oft als ein Geschenk angesehen, das aus Mitgefühl oder Liebe heraus gegeben wird, ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird.

 

Erbarmen
Erbarmen hingegen bezieht sich auf das Mitleid oder die Barmherzigkeit, die man für jemanden empfindet, der in Schwierigkeiten oder Not ist. Es geht darum, Mitgefühl und Verständnis für das Leiden und die Bedürfnisse anderer zu haben. Erbarmen beinhaltet oft das Vergeben oder das Nachsehen für Fehler oder Vergehen einer Person.

Der Hauptunterschied zwischen Gnade und Erbarmen liegt in der Ausrichtung der Handlung.
Gnade konzentriert sich mehr auf die positiven Handlungen und Vorteile, die einer Person gewährt werden, während Erbarmen sich auf das Mitgefühl und die Barmherzigkeit konzentriert, die man für jemanden empfindet. Gnade ist eher eine Handlung des Gebens, während Erbarmen eher eine Handlung des Verständnisses und Vergebens ist.

Insgesamt sind Gnade und Erbarmen Konzepte, die die Idee der Grosszügigkeit, Liebe und Mitgefühl gegenüber anderen Menschen verkörpern, aber sie haben unterschiedliche Schwerpunkte und Anwendungen.

 

Was sagt die Bibel dazu?

 

Bibelstelle: Epheser 2,8-9

 

"Euch ist durch Gnade das Heil geschenkt, und zwar aufgrund des Glaubens. Ihr habt es nicht selbst erworben; es ist Gottes Geschenk und nicht euer eigenes Werk.»

Bibelstelle: Matthäus 5,7

 

«Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlagen."

 

Diese Bibelstellen verdeutlichen die Bedeutung von Gnade und Erbarmen in unserem Glauben und betonen die Grosszügigkeit und Barmherzigkeit Gottes gegenüber den Menschen.

 

Bemühen wir uns, Jesus immer ähnlicher zu werden und seien wir gnädig und barmherzig zu anderen Menschen; auch in kleinen Dingen in unserem Alltag.

Wort zum Monat April 2024

"Seelische Gesundheit"

Das Leben bietet heute so viele Optionen wie nie zuvor. Dadurch haben wir verlernt, einfach nur zu sein und nichts zu tun. Unsere Terminkalender sind voll, die To-do-Listen werden immer länger. Ergibt sich spontan eine Zeitlücke, quetschen wir noch einen Termin oder eine Besorgung hinein.

 

Meist geben wir den äusseren Umständen Schuld. Die Arbeit, die Kinder, mein Hobby, die Kirche und sonst viele Aufgaben müssen erledigt werden. Und tatsächlich leben wir in herausfordernden Zeiten.

 

Doch das eigentliche Hindernis liegt in uns selbst.


Unsere innere Unruhe hält uns davon ab, gelegentlich innezuhalten und im gegenwärtigen Moment wirklich anzukommen. Heut sind wir scheinbar selbstbestimmt, haben deutlich mehr Freizeit und leiden trotzdem an Zeitmangel.

 

In der Multioptionsgesellschaft müssen wir uns dauernd entscheiden: Sport machen, meditieren, Hobby ausüben, Freundschaften pflegen oder in den Gottesdienst gehen.

 

Was zunächst nach einem Luxusproblem aussieht, hat drastische Folgen für unsere Gesundheit und unser Seelenheil.
Psychische und physische Erkrankungen nehmen eine beängstigendes Ausmass an.

 

Was hilft uns dabei? 

 

In einem Forschungsprojekt in einem deutschen Krankenhaus ging man dieser Frage nach.
Die Antwort war schnell gefunden: Mitgefühl. Sich Zeit nehmen für andere. Nächstenliebe ausleben.

 

Dies ist eine fundamentale Grundlage unseres Glaubens.

Eine Bibelstelle, die zur Nächstenliebe und zum Mitgefühl aufruft, ist folgende.

 

Bibelstelle: Matthäus 22.39 

 

"Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»

 

Diese Stelle betont die Bedeutung der Liebe zu anderen Menschen und erinnert uns daran, dass wir anderen mit dem gleichen Mass an Liebe und Mitgefühl begegnen sollen, wie wir es für uns selbst wünschen.

In Bezug auf das Seelenheil kann folgende Stelle  als passend betrachtet werden.

 

Bibelstelle: Psalm 41.2 

 

"Der HERR behütet ihn und erhält ihm das Leben; er wird ihm auf Erden selig; und du wirst ihn nicht preisgeben in seines Feindes Willen.»

 

Dieser Vers betont, dass Gott diejenigen beschützt und ihnen das Leben erhält, die ihm treu bleiben.
Dies kann als Trost und Hoffnung für das Seelenheil betrachtet werden.

Schauen wir zu uns und unserer seelischen Gesundheit.

 

Ich wünsche uns allen genügend Zeit, viel Musse und Nächstenliebe.

Wort zum Monat März 2024

"Achtsamkeit"

Viel hören wir im Alltag von Achtsamkeit. 

Aber wie kann sie uns helfen, unsere Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen zu vertiefen?

 

Achtsamkeit ist eine bewusste Haltung, in der wir uns auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren und offen sind für das, was um uns herum geschieht. Im hektischen Alltag kann es manchmal schwierig sein, diese Achtsamkeit zu bewahren, aber gerade in diesen Momenten kann sie uns inneren Frieden und spirituelle Ruhe schenken.

 

In der Bibel finden wir viele Anleitungen und Beispiele, wie wir achtsam leben können. 

 

Jesus selbst war ein Meister der Achtsamkeit. Er nahm sich Zeit für die Bedürfnisse der Menschen um ihn herum und war immer präsent im Moment. 


Als Christen können wir von seinem Vorbild lernen und versuchen, unsere Achtsamkeit im Alltag zu stärken.

In der Bibel ermutigt uns Jesus, uns keine Sorgen um die Zukunft zu machen, sondern uns auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren.

 

Bibelstelle: Matthäus 6.34

 

«Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.»

 

Hier sind einige praktische Tipps, wie wir achtsamer leben können:

  1. Stille und Gebet: Nimm dir bewusst Zeit für Stille und Gebet, um dich mit Gott zu verbinden und seine Gegenwart zu spüren.
  2. Dankbarkeit: Halte regelmässig inne und nimm dir Zeit, um bewusst dankbar zu sein für die kleinen und grssen Segnungen in deinem Leben.
  3. Mitgefühl: Sei achtsam im Umgang mit deinen Mitmenschen. Hör ihnen aktiv zu und versuch dich, in ihre Lage zu versetzen.
  4. Naturverbundenheit: Geh bewusst in die Natur und nimm die Schönheit um dich herum wahr. Spüre die Gegenwart Gottes in seiner Schöpfung.
  5. Achtsames Essen: Nimm dir Zeit, um bewusst zu essen und die Aromen und Textur der Speisen wahrzunehmen. Danke Gott für die Nahrung, die er dir gibt.
  6. Achtsame Bewegung: Sei achtsam bei körperlicher Bewegung wie Yoga oder Spaziergängen. Konzentriere dich auf deinen Körper und spüre die Energie, die er dir schenkt.

Vielleicht helfen uns diese wenigen Punkte, um ein bisschen achtsamer zu leben und dadurch eine tiefere Verbindung zu Gott und den Mitmenschen zu erfahren. 

 

Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, unsere Achtsamkeit im christlichen Glauben zu stärken.
Ich wünsche uns allen eine gesegnete Zeit der Achtsamkeit und Gottes reichen Segen!

Wort zum Monat Februar 2024

"Entschuldigung"

Wieso ist der Impuls sich rechtfertigen zu müssen grösser, als sich zu entschuldigen?
Sollte es nicht umgekehrt sein?

 

Entschuldigung ist anscheinend kein Urinstinkt des Menschen.
Für einige Menschen ist es sogar abwegig, sich zu entschuldigen. Sie haben es vielleicht nie gelernt. Das ist sehr schade, aber vielleicht wäre es ratsam, es sich selbst beizubringen.


Wir müssen allerdings anerkennen, dass wir uns nicht selbst ent-schuldigen können.
Wir können lediglich die Schuld auf uns nehmen und bitten, von der Schuld befreit zu werden. 

 

Bibelstelle: Matthäus 6.12

 

«Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern.»

 

Schuldvergebung ist das zentrale Thema der Bibel, auch des Vaterunser.
Das Wort «Entschuldigung» finden wir nicht in der Bibel.

 

Das Wort selbst gibt uns allerdings einen Hinweis auf den sprachlichen Fehler, welchen wir im Alltag sehr oft hören.

Eine Entschuldigung (englisch: apology) ist eine Verteidigung. Die "apologia" war in der Antike die Verteidigung in der Gerichtsverhandlung. Das ist offensichtlich das Gegenstück eines Schuldbekenntnisses und der Bitte um Vergebung.

 

Wenn es um das Seelenheil geht, wollen wir uns nicht entschuldigen, sondern den anderen und den lebendigen Gott, um Vergebung bitten. Wir wollen uns nicht verteidigen, sondern den Mitmenschen bitten, uns die Schuld zu vergeben.

 

Im Alltag hilft uns das Wort «Entschuldigung» trotzdem sehr oft.
Wir zeigen damit, dass uns etwas leid tut und wir es zurecht rücken möchten.

Dabei ist der grösste Nutzen bei uns selbst, wenn wir uns entschuldigen.
Wir nehmen uns dabei selbst eine Last von den Schultern.

 

Wenn der andere dann unsere Entschuldigung auch noch annimmt, befreit uns das auf wunderbare Weise.

 

Springen wir über unseren Schatten, sagen wir lieber einmal zu viel «Entschuldigung», auch wenn wir uns lieber verteidigen möchten. Es hilft uns allen.

Wort zum Monat Januar 2024

"Beten wirkt"

Das neue Jahresmotto für die Neuapostolische Kirche lautet: «Beten wirkt!» 

 

Ich habe mir zu diesem Jahresmotto einige Gedanken gemacht und auch etwas recherchiert.
Einige Punkte teile ich gerne mit euch.

 

Beten

Beten fällt nicht jedem leicht, aber Beten kann man lernen und wenn man regelmässig betet, gelingt es einem schneller die Gedanken des Alltags ruhen zu lassen und sich im Gebet zu vertiefen. 

 

Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für das Gebet, soll ich gewisse Dinge dabei sagen oder besser nicht? 

 

Ab und zu fällt es uns schwer zu beten, wir sind der Meinung, dass wir zu wenig Zeit dafür haben, es fehlt die Gelegenheit dazu oder wir vergessen es schlicht und einfach.

 

Die folgenden Gedanken (gekürzt, Inhalt aus dem Malteserorden) sollen eine Anregung sein, wie wir das Gebet gestalten können.

 

1 – Wo bete ich?

Ein ruhiger Platz ist eine wichtige Voraussetzung für das Beten und diese Plätze findet man überall im Alltag. In der Kirche genauso wie auf der Couch zuhause.

 

2 – Zeit zum Beten

Die Qualität eines Gebets hat nichts mit seiner Länge zu tun. Ein gutes Gebet kann manchmal nur einen Augenblick dauern, oft ist es nur ein ehrliches Danke oder Bitte. Der Grundsatz gilt, der liebe Gott hat keine Sprechstunden, er ist immer da und immer für uns ansprechbar. Auf grosse Worte kommt es beim Beten nicht an: Man kann ja mit einem Schlüssel, der vergoldet wurde, die Tür auch nicht besser aufschliessen.

 

3 – Freundschaft mit Gott?

Was auch immer wir tun, denken und beten; Gott kennt uns. Er ist uns immer näher als wir glauben. Wie sprechen wir ihn an? Es gibt unzählige Möglichkeiten dafür. Denke immer wieder darüber nach, dass unser Dreifaltiger Gott drei Personen in einer ist, vielleicht fällt es dir leichter mit Jesus zu sprechen oder dem Heiligen Geist, der unser Leben und Handeln immer durchdringt.

 

4 – Der Schatz der Kirche

Die vielen Gebete der Kirche die sich über die Jahrhunderte gesammelt haben sind ein reicher Schatz und eine grosse Bibliothek der Inspiration und Meditation. Nicht nur im Gebet ungeübte Menschen greifen immer wieder auf die vorformulierten Gebete zurück. Ein Gebet gibt es, das wir immer sprechen können, das Gebet das der Herr uns gelehrt hat: das «Unser Vater".

 

5 – Rituale im Gebet

Rituale und Gesten sind eine grosse Hilfe beim Beten. Beten kann sich sehr körperlich ausdrücken, etwa wenn man sich mit geöffneten Armen vor ein Kreuz stellt oder vor Gott in der Kirchenbank die Hände faltet.

 

6 – Bete ohne Unterlass

Wenn wir Gebete frei formulieren, achten wir darauf, dass wir uns nicht in Floskeln verzetteln. Beten wir aufrichtig und ehrlich zu uns selbst, Gott weiss doch ohnehin was uns bewegt.

 

7 – Beten ist kein Ponyhof

Beten kann auch ein Ringen mit Gott sein. Es kommt also vor, dass wir dabei Klagen, Schimpfen oder auch Weinen und das ist gut und richtig. Beten kann fordern und beten kann anstrengen, wenn wir das fühlen dann sind wir auf dem richtigen Weg.

 

8 – Die Gemeinschaft

Manchem fällt es leichter, das Gebet in der Gemeinschaft zu leben. Jesus lädt uns dazu ein mit den Worten: 

 

Bibelstelle: Matthäus 18.19

 

«Wenn zwei unter euch einig werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.»

 

9 – Amen

Amen bedeutet „so sei es“ oder „sich fest machen, sich verankern in Gott, sich ausrichten auf Gott“. Ein aufrichtiges Amen sagt viel über unsere Haltung gegenüber Gott aus. Wir sind zuversichtlich im Vertrauen darauf, dass unsere Gebete bei Gott gut aufgehoben sind.

 

«Beten wirkt!»

 

Jesus selbst sagte uns:

 

Bibelstelle: Markus 11.24

 

«Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.»

 

Ich wünsche viele segensreiche Gebete im neuen Jahr.

Wort zum Monat Dezember 2023

"Es ist wie es ist"

Wäre es nicht schön, wenn alle unsere Bedürfnisse und Wünsche erfüllt würden?

Wenn das Leben sich genau so abspielen würde, wie du dir das wünschst?

Wenn alle genau das tun würden, was du gerne hättest?

 

Leider sind konfliktfreie Tage sehr selten. Um Frieden zu finden ist es wichtig, 

dass wir dankbarer auf unsere Lebensumstände reagieren.

 

Hier eine kurze Geschichte die dies verdeutlicht:

 

Ein Wanderer geht ein lange und staubige Strasse entlang. Nach kurzer Zeit trifft er auf einen Schäfer der am Wegrand auf seine Schafherde aufpasst.

 

Der Reisende fragt: «Wie wird das Wetter heute?»

Der Schäfer antwortet: «So wie es mir gefällt.»

Der Reisende ist verwirrt und fragt: «Aber wie soll ich wissen, welches Wetter dir gefällt?»

Der Schäfer antwortet: «Nachdem ich festgestellt habe, dass ich nicht immer das bekommen kann, was mir gefällt, habe ich gelernt, dass mir immer das gefällt, was ich bekomme.

Also kann ich mir ziemlich sicher sein, dass das Wetter so sein wird, wie es mir gefällt.»

 

Der Wanderer war tief beeindruckt von der Weisheit des Schäfers. Er erkannte, dass es nicht darum geht, das Wetter zu ändern oder zu kontrollieren, sondern darum, wie an damit umgeht.

Der Schäfer hat sich dafür entschieden, für das was das Leben zu bieten hat, dankbar und offen zu sein. 

Es ist, als sei sein persönliches Mantra: «Es ist wie es ist.» 

 

Also wenn du das nächste Mal vom Leben gebeutelt wirst und es nicht so läuft wie es du dir gewünscht hast, dann versuche dich an den Satz «Es ist wie es ist.» zu erinnern.

 

Versuche eine dankbare Haltung gegenüber Situationen einzunehmen, auf die du keinen Einfluss hast und übe dich darin, das zu akzeptieren was gerade ist.

 

Wir können dies in der Bibel nachlesen.

 

Bibelstelle: Philipper 4.11-13

 

«Ich habe nämlich gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe….Alles vermag ich in dem, der mich stark macht.» 

 

Das Beste was du tun kannst, ist alles dem lieben Gott hinzulegen, ihm dankbar zu sein und auf seine Hilfe zu hoffen.

Wort zum Monat November 2023

"Mut und Stärke"

Bibelstelle: Joshua 1.9 (Zürcher Bibel!)

 

"Habe ich dich nicht geheissen, mutig und stark zu sein?

Hab keine Angst und fürchte dich nicht, denn der HERR, dein Gott, ist mit dir auf allen deinen Wegen.»
 

Diese Worte erinnern uns daran, dass wir, selbst in den dunkelsten Momenten, nicht allein sind.

Gott ist bei uns, schenkt uns Mut und Stärke, um die Hindernisse des Lebens zu überwinden.

 

Ich möchte dich ermutigen, in diesen Worten Trost zu finden und zu wissen, dass du von Menschen umgeben bist,

die für dich da sind, um dich zu unterstützen und zu ermutigen.

 

Möge diese Nachricht dir heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern und dir die Stärke geben, die du brauchst.

Gott segne dich und schenke dir Frieden in diesen Tagen.

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